Die Gonsenheimer Jahrbücher des HGG

12. Jahrgang 2004

Die Dampflokomotive C-n 2 "Gonsenheim" der Großherzoglichen Hessischen Ludwigsbahn wurde 1872 in Esslingen hergestellt und erreichte bis zu ihrer Ausmusterung im Jahre 1905 insgesamt 33 Dienstjahre.


Inhaltsverzeichnis

  • Die Mainzer ermorden ihren Erzbischof - Ablauf und Hintergründe der dramatischen Ereignisse des 24. Juni 1160
    Eine spannende Geschichte führt in die sozialen und
    politischen Verhältnisse der Stadt Mainz in der Barbarossazeit
    Vortrag von Prof. Dr. Stefan Weinfurter (Gonsenheim, Universität Heidelberg)
  • Französische Besatzungszeiten in Mainz und Gonsenheim Teil 1
    von Dr. Hermann-Dieter Müller
  • Das großherzogliche Dorf Gonsenheim an der Schwelle zur Moderne
    Der lange Kampf um den Bau der Ludwigseisenbahn
    Mainz – Gonsenheim – Alzey (1871)
    von Dr. Hermann-Dieter Müller
  • Alte Gonsenheimer Geschäfte und Backstuben
    Zusammengestellt und kommentiert von Hermann Wohn.
  • 75 Jahre Modefriseur Beitz 2004 – Jubiläum im Hause Budenheimerstraße 24 a
    von Günther Beitz
  • Der Gonsenheimer Anwalt Dr. Erich Jung (1894-1970) und die NS-Justiz (Fortsetzung)
    nach einem Gespräch mit Tochter Ursula Jung am 30.12. 2004 und der Chronik der Familie Jung erarbeitet von Dr. Hermann-Dieter Müller
  • Die vier Gonsenheimer Friedhöfe
    Geschichte, Grabdenkmäler von Gonsenheimer Persönlichkeiten,
    Feldkreuze, Beerdigungen
    von Dr. Hermann-Dieter Müller
  • GCV-Gesangsgruppe „Die Schnorreswackler“ steht seit 40 Jahren auf der närrischen Bühne
    Ausstellung im Museum Gonsenheim
    von Volker Schreiber
  • Der HGG in der Presse
    zusammengestellt von Volker Schreiber
  • Das Vereinsjahr 2004
    vom Vorsitzenden Dr. Hermann-Dieter Müller
  • Ein Museumsquiz als Anreiz zum Besuch des „Museum Gonsenheim“,  Budenheimerstraße 2
  • Gonsenheimer Ortschronik 2004
    von Volker Schreiber
  • Wichtiges, Interessantes und Amüsantes
    in/über/um Gonsenheim im Überblick
    von Volker Schreiber

Vorwort

Wir hoffen, dass Sie, geehrter Leser, auch im 12. Gonsenheimer Jahrbuch für Sie interessante Artikel über Gonsenheims Geschichte und Gegenwart finden. Aus der Feder von Modefriseur Günther Beitz stammt ein Beitrag über das „75 Jahre alte Friseurgeschäft Beitz“ und seinen eigenen Werdegang bis zur Weltmeisterschaft. Sie werden überrascht sein von den vielen Aktivitäten, Meisterschaften und Ehrungen des Starfigaros. Aus einer Informationsveranstaltung des Wirtschaftsbetriebs der Stadt Mainz auf unserem Waldfriedhof, zu der ich eine Führung zu den Grabdenkmälern Gonsenheimer Persönlichkeiten beisteuerte, entwickelte sich ein langer Aufsatz über die Geschichte der vier Gonsenheimer Friedhöfe. Ein Mord an einem Mainzer Erzbischof, französische Besatzungszeiten in Gonsenheim, die Fälle des Anwalts Dr. Jung gegen die NS-Justiz waren Themen von Vorträgen und Führungen und können jetzt als Aufsätze nachgelesen werden. Innerhalb der Serie über Gonsenheims Weg in die Moderne wird der lange Kampf um den Bahnanschluss untersucht, der 1871 zum Bau der Ludwigsbahn führte. Fotos führen uns in ehemalige Backstuben, der Werdegang der 40 Jahre alten GCV-Gesangsgruppe „Die Schnorreswackler“ wird nachgezeichnet. Volker Schreiber gehörte selbst jahrelang zum musikalischen Aushängeschild des GCV. Das Jahrbuch schließt traditionell mit der aktuellen Ortschronik und dem Ablauf des Vereinsjahres. Ein Museumsquiz zur Selbstprüfung soll zum Besuch unseres „Museum Gonsenheim“ anregen. 

Der Geschichtsverein sucht weiterhin Autoren, die sich mit Gonsenheimer Geschichte und Gegenwart beschäftigen. Das Jahrbuch bietet ein Forum, Ihre Ergebnisse schriftlich zu veröffentlichen. 

Im letzten Jahrbuch hat Walter Becker, der langjährige Vorsitzende der Turngemeinde, sein Lexikon Gonsenheimer Mundartwörter zum Abdruck zur Verfügung gestellt. Wir haben die große Liste dankend und mit Freuden entgegengenommen. Auf den Aufruf, uns dieses Jahr zusätzliche Wörter zur Ergänzung des Lexikons zuzuschicken, hat kein einziger Gonsenheimer reagiert. In Finthen gibt es schon ein entsprechendes „Gickel-Alphabet“ mit Finther Wörtern.  

Außerdem möchten wir einen Kreis wieder zusammenrufen, der sich mit der Entzifferung von Handschriften beschäftigt. Wenn über Gonsenheimer Geschichte neue Tatsachen gefunden werden sollen, dann geht das nur über die Bearbeitung bisher unbenutzter Quellen, die in der Vergangenheit mit der Hand geschrieben wurden. Vor einigen Jahren hat schon ein Kreis von Mitgliedern die Abschriften von Archivalien durch Rektor Forestier entziffert. Wir sollten aber gleich an die Originale gehen, die im Stadtarchiv Mainz Vorortarchiv 8 Gonsenheim lagern. Von vielen Schriftstücken lassen sich Fotokopien anfertigen, die man dann zu Hause oder im Kreis entziffern kann.

Der Gonsenheimer Geschichtsverein dankt recht herzlich der Stadt Mainz, Ortsvorsteherin Flegel und dem Ortsbeirat für den Stadtteilkulturzuschuss, der VR-Bank Mainz, der Sparda-Bank, der Mainzer Volksbank und der Sparkasse Mainz. Gedankt sei den Autoren, die ihre Aufsätze zum Druck zur Verfügung gestellt haben. Wir danken Volker Schreiber für das Layout und die technische Umsetzung, Dr. Peter Bächstädt und meiner Frau Dagmar Müller für das Korrekturlesen.

Sie wissen ja: Gonsenheimer Geschichte ist Erfolgsgeschichte. Es lohnt sich darüber zu schreiben.

Mit freundlichen Grüßen und Spaß bei der Lektüre

Ihr Hermann-Dieter Müller (1. Vorsitzender und Schriftleiter)