Die Gonsenheimer Jahrbücher des HGG

19. Jahrgang 2011

Kaiserparade auf dem "Großen Sand"

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Impressum/ Ansprechpartner des Heimat- und Geschichtsvereins Mainz-Gonsenheim

Wie die Gonsenheimer einst Feste gefeiert haben

von Hermann-Dieter Müller

  • Das Festjahr vor 100 Jahren: Neujahr 1895 Fastnacht 1895 und 1906, mit bezahlten Büttenrednern
  • Von der Kirchweih zur Kerb von heute: Kirchweih, Freiheitsbaum, Kirchweih im 19. und 20. Jahrhundert vom September zum August
  • „Die Gonsenheimer Kirchweih“ aus den Lebenserinnerungen von Walter Becker
  • Spargelkerb, Krimmer Kerb und Lennebergkerb
  • Das Frühlingsfest der Kleppergarde mit Tambourwettstreit
  • Rathaus- und Höfefest
  • Die neuen Feste von heute: Parkfest und Erdbeerfest usw.
  • Schlussbetrachtung: das besondere Fest?
  • Politische Feiertage im 19. u. 20. JahrhundertPolizeistunde, Wohltätigkeitskonzert 1906, Verkehrsverein 1951
  • Städtequiz 1953

Gonsenheim im Wandel der Zeiten

von Hermann-Dieter Müller

  • vor 200 Jahren 1812,  vor 150 Jahren 1862,  vor 100 Jahren 1912 und  vor 50 Jahren 1962
  • von Hermann-Dieter Müller
  • Gonsenheimer Demokratie 1912
  • Die Kontroverse: ehrenamtlicher oder vollbeamteter Berufsbürgermeister
  • Die Kaiserparade auf dem „Großen Sand“ bei Gonsenheim von 1912

Von der Ludwigsbahn 1871 zur Buslinie 47 heute - 150 Jahre Gonsenheimer Bürgerproteste gegen Verkehrsführungen
von Hermann-Dieter Müller

Die Rheinische Zweifelderwirtschaft Historischer Getreidebau in Mainz-Gonsenheim mit einem Exkurs zur Siedlungsgeschichte in merowingisch-karolingischer Zeit
von Helmut Hildebrandt

Impressionen von der Rhön-Exkursion 27.-29.4.2012
von Birgit Heuser-Hildebrandt

Gonsenheimer Mundartlieder
von Peter Beckhaus 

Aufruf zur Sammlung von Gonsenheimer Mundartwörtern mit Erklärungen
von Hermann-Dieter Müller 

Nachruf auf Volker Schreiber und Roger Knigge

Das Vereinsjahr 2011
von Hermann-Dieter Müller 

Gonsenheimer Ortschronik 2011
von Franzjosef Hauser

Museum Gonsenheim: Kleiner Museumsführer
von Hermann-Dieter Müller

Die Autoren

Vorwort

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
Beiträge zur Geschichte Gonsenheims in unseren Jahrbüchern nehmen die bisherigen Ergebnisse unserer Heimatforscher als Ausgangspunkt, um sich darüber hinaus anderen Themen zu widmen und dazu vor allem bisher nicht benutzte handschriftliche und gedruckte Unterlagen und alte Zeitungen in der Mainzer Stadtbibliothek und im Vorortarchiv 8 des Mainzer Stadtarchivs aufzustöbern, zu entziffern, auszuwerten und damit in längeren Aufsätzen darzustellen, wie die Vorfahren in der Vergangenheit gelebt haben, wie sie Probleme gelöst haben und ob die Entwicklungen der Vergangenheit einen Einfluss auf unser Heute haben.  Und das alles im lokalen Bereich.

Prof. Dr. Hildebrandt bearbeitet die Entwicklung des mittelalterlichen Straßendorfes Gonsenheim anhand der Zweifelderwirtschaft. Ich möchte die „Entwicklung Gonsenheims im Wandel der Zeiten“ vor dem Hintergrund der größeren Geschichte verdeutlichen, in dem ich über die Ereignisse vor 200, 150, 100 und 50 Jahren referiere. Das aufstrebende und sich ständige vergrößernde Gonsenheim brauchte eine größere Verwaltung. Deshalb standen die Gemeindeväter 1912 vor der Frage, ob weiterhin ein ehrenamtlicher Bürgermeister genügte, oder ob die unabhängige Gemeinde sich einen notwendigen hauptamtlichen und studierten Bürgermeister auch leisten konnte. Die alljährlich stattfindende Kaiserparade auf dem „Großen Sand“ bei Gonsenheim mussten alle Schulkinder besuchen, Militarismus wurde ihnen so von klein auf eingeimpft. Als Beispiel habe ich den großen Aufmarsch von 1912, vor 100 Jahren, gewählt.

Geschichte heißt nicht nur, sich mit längst vergangenen Ereignissen zu beschäftigen, sondern auch Beziehungen zur Gegenwart herzustellen. Wie haben vergangene Entwicklungen die Gegenwart beeinflusst? Oder auch zu fragen, wie haben sich die Gonsenheimer bei einem ähnlichen Fall in der Vergangenheit verhalten. Die Kontroverse um die Einführung der Buslinie 47 habe ich als Anlass genommen, einmal nachzuforschen, wie die Gonsenheimer Vorfahren in den letzten Jahrhunderten bei ähnlichen Auseinandersetzungen reagiert haben: „Von der Ludwigsbahn 1871 bis zur Buslinie 47 – 150 Jahre Gonsenheimer Bürgerproteste gegen Verkehrsführungen“. Dabei können wir aus der Gegenwart überschauen, ob sich die Proteste durchgesetzt haben, wer die Entscheidungen letztendlich getroffen hat und ob sich die Entscheidungen als richtig und zukunftsweisend erwiesen haben. Können wir aus der Geschichte etwas lernen?

Verschiedene Anfragen, aber auch Zeitungsberichte haben mich dazu gebracht, die Gonsenheimer Feiern einmal näher zu untersuchen und gewisse Meinungen zu korrigieren. Die Kirchweih, die heute zur weltlichen Kerb geworden ist, existiert nicht erst seit der Weihe des Rheinhessendoms vor gut 100 Jahren und wird auch heute nicht im August gefeiert, weil angeblich der Tag des Patrons St. Stephan in diesem Monat liegen soll. Die Gonsenheimer Vereinsvertreter haben vor noch nicht allzu langer Zeit von dem besonderen Fest geträumt, das große Magnetwirkung haben sollte. Haben die Gonsenheimer so etwas bisher „hingekriegt“?

Peter Beckhaus, der beliebte Sänger vom GCV, hat uns einige seiner Mundartlieder zum Drucken in unserem Jahrbuch geschenkt, um Sie, liebe Leser, zu motivieren, Gonsenheimer Mundartwörter mit Erklärungen zu sammeln und diese an den Geschichtsverein zu schicken, so dass wir im nächsten Jahrbuch vielleicht schon ein „Gonsenheimer Wörterbuch mit Erklärungen“ abdrucken können. Genügend Vorarbeit haben wir in den bisher 18 Jahrbüchern schon geleistet.

Der Vorsitzende hat wie immer das Vereinsjahr 2011 zusammengefasst und Franzjosef Hauser die aktuelle Gonsenheimer Ortschronik 2011 geschrieben.

Wir danken allen, die ihre Beiträge für das Gonsenheimer Jahrbuch (GJ) Band 19 zur Verfügung gestellt haben und allen die Korrektur gelesen haben: Dr. Peter Bächstädt, Joachim Wolf und meiner Frau Dagmar. Wir danken Dr. Birgit Heuser-Hildebrandt und Christa Wagner, die die Beiträge im traditionell ansehnlichen Layout druckfertig bearbeitet haben.

Wir danken der VR-Bank Mainz, der Sparkasse Mainz und der Mainzer Volksbank für die finanzielle Unterstützung zum Druck dieses Buches.

Wir danken besonders Apotheker Peter Duch von der Hildegardis Apotheke und seinen Mitarbeiterinnen sowie den Kassiererinnen der VR-Bank, die schon seit Jahren mit Erfolg für uns die Gonsenheimer Jahrbücher verkaufen.

Wir hoffen, dass Ihnen auch Band 19 gefällt. Wenn dies der Fall sein sollte, werden Sie Mitglied unseres Geschichtsvereins, wenn Sie es nicht ohnehin schon sind. Besuchen Sie unser Museum (Sonntags von 10 Uhr bis 12.30 Uhr und am 1. Sonntag im Monat von 16 bis 18 Uhr), kommen Sie zu unseren Vorträgen in den Barocksaal des Gonsenheimer Renaissance-Rathauses und nehmen Sie an unseren Führungen und Exkursionen teil. Haben Sie Freude an der Lektüre!
Ihr Dr. Hermann-Dieter Müller (1. Vorsitzender und Schriftleiter)