Die Gonsenheimer Jahrbücher des HGG

21. Jahrgang 2013


Inhaltsverzeichnis

  •  Vorwort
  • Impressum/ Ansprechpartner des Heimat- und Geschichtsvereins Mainz-Gonsenheim 
  • wie lebten die ersten Gonsenheimer vor 7.000 Jahren, nach den Verzierungen ihrer Koch- und Essgefäße Bandkeramiker genannt
    von Hermann-Dieter Müller
  • Ida Gräfin Hahn-Hahn
    von der exaltierten Salondame zur frommen Wohltäterin
    von Franzjosef Hauser    
  • Französische Schüler Gäste einer Mainzer Schule im August 1913,
    ein Jahr vor dem ersten Weltkrieg
    von Hermann-Dieter Müller   
  • Kriegsbegeisterung in Mainz in den Juli- und Augustwochen 1914 in Mainz
    von Hermann-Dieter Müller   
  • Nach der Blütezeit die Katastrophe:
    Gonsenheim im Ersten Weltkrieg (1914-1918)
    von Hermann-Dieter Müller   
  • Nachrichten aus dem Nirwana, Teil 2
    Feldpostkarten von Turnern der Gonsenheimer Turngesellschaft aus dem Ersten Weltkrieg

    erarbeitet und vorgetragen von Dieter Wagner, zusammengefasst von Hermann-Dieter Müller  
  • Geschichte des Offiziersgefangenen-Lagers Mainz, Zitadelle 1914/1918
    von Hermann-Dieter Müller nach den Aufzeichnungen des Gonsenheimers Ernst Adolf Schuth  
  • Unsere Nachbarn - die GIs
    von Maria Ziogas Gymnasium Theresianum Mainz, Kurs 12/6  
  • Texte für die Pilgertafel an der 14-Nothelferkapelle
    von Hermann-Dieter Müller  
  • Das Vereinsjahr 2013
    vom Vorsitzenden Hermann-Dieter Müller  
  • Gonsenheimer Ortschronik 2013
    von Franzjosef Hauser  
  • Autoren
      

Vorwort

Vorwort 

Sehr geehrte Leserinnen und Leser, 

Das „Gonsenheimer Jahrbuch 21. Jahrgang – 2013“ trägt zwar noch die Jahreszahl des vergangenen Jahres, weil wir erst nach Abschluss des Jahres das gesamte Vereinsjahr und die vollständige Ortschronik verfassen können, trotzdem werden wir schon einige erweiterte und überarbeitete Vorträge des Jahres 2014 abdrucken, um aktuell zu bleiben.
Gerade in diesem Jahr werden wir daran erinnert, dass 100 Jahre zuvor der Erste Weltkrieg ausgebrochen ist. Wir werden uns mit der großen Politik und den mörderischen Kämpfen an der Front nur soweit beschäftigen, wie Hintergrundwissen zur Entstehung des Konflikts und der Kampfhandlungen notwendig ist. Beim lokalen Geschichtsverein steht die Heimatfront im Mittelpunkt. Wie haben Mainzer und Gonsenheimer, soweit das rekonstruiert werden kann, die Julikrise und den Kriegsbeginn 1914 erlebt? Haben sie auch nur gejubelt oder gab es unterschiedliche Stimmen zum Weltgeschehen? Viele Jugendliche waren Pazifisten der Jugendbewegung und haben sich doch freiwillig zum Kriegsdienst gemeldet, z. B. der später berühmte Schriftsteller Carl Zuckmayer, der einen Großteil seiner Jugend - nach eigenen Aussagen in seiner Autobiografie „Als wär's ein Stück von mir“ – in Gonsenheim mit zwei Klassenkameraden zugebracht hat. Nachdem Gonsenheim für Jahrzehnte eine Hochkonjunktur mit einem Bauboom und einer Bevölkerungsexplosion auf über 6000 Einwohnern erlebt hatte, mussten 1600 Gonsenheimer Männer in das Gemetzel ziehen, von denen 180 an der Front und durch Kriegsfolgen starben. Wie sind die in der Heimat gebliebenen Männer und Frauen – von den Säuglingen bis zu den Greisen – ohne die im besten Schaffensalter stehenden Soldaten zurecht gekommen, gerade in einer landwirtschaftlich und handwerklich geprägten Gemeinde? Man war erneut wie 1870/71 auf einen schnellen Siegeszug eingestellt, doch es sollten mehr als vier entbehrungsreiche und ernüchternde Jahre werden mit einer anschließend langen Besatzungszeit von Ende 1918 bis 1930.
Dieter Wagner, der Archivar des Rheinhessischen Turnerbunds, beschäftigt sich erneut mit Feldpostkarten, die Turner der Gonsenheimer Turngesellschaft in die Heimat verschickt haben. Texte und Bilder geben einen Einblick in die Situation der Soldaten an der Front. Der sehr aktive Gonsenheimer Ernst Adolf Schuth, der im Alter von fast 50 Jahren nicht mehr in den Krieg ziehen musste, hat als Gemeinderat nicht nur tatkräftig bei der Verwaltung des Mangels mitgearbeitet, sondern auch über das Leben gefangener Offiziere aus den Feindstaaten in der Mainzer Zitadelle berichtet. Interessant ist auch, dass 1913, ein Jahr vor Beginn des Ersten Weltkrieges, eine Deutsch lernende Schülergruppe eines französischen Gymnasiums (Lycée) in Nantes/Bretagne Gäste eines Mainzer Gymnasiums wurden und eingeladen waren zur Kaiserparade auf dem „Großen Sand“. 
Als Schülerin des Mainzer Theresianums hat Maria Ziogas beim Wettbewerb des Bundespräsidenten einen Preis des Landes Rheinland-Pfalz gewonnen für ihr Referat über das Thema: „Unsere Nachbarn – die GIs. Das Verhältnis zwischen den amerikanischen Soldaten und der einheimischen Bevölkerung in Gonsenheim.“
Der Vorsitzende versucht die häufig gestellte Frage zu klären: „Wer waren die ersten Gonsenheimer?“ Es waren die vor etwa 7.000 Jahren! lebenden Bandkeramiker.
Wie in jedem Jahr bekommen Sie eine Zusammenfassung der vielen Aktivitäten des Geschichtsvereins mit Vorträgen, Ausstellungen, Exkursionen und Führungen und eine Ortschronik des Jahres 2013.
Wir danken allen, die ihre Beiträge für das Gonsenheimer Jahrbuch (GJ) Band 21 zur Verfügung gestellt haben. Wir danken allen, die Korrektur gelesen haben: Dr. Peter Bächstädt, Franzjosef Hauser, Rudi Zang und meiner Ehefrau Dagmar Müller. Wir danken Christa Wagner, die alle Beiträge mit den Illustrationen im ansehnlichen Layout mit viel Sorgfalt druckfertig bearbeitet hat. Wir danken auch Apotheker Peter Duch von der Hildegardis-Apotheke und den Kassiererinnen der VR-Bank, die unsere Jahrbücher verkaufen. Wir danken der VR-Bank Mainz und der Sparkasse Mainz für die finanzielle Unterstützung zum Druck dieses Buches.
Wir hoffen, dass Ihnen auch Band 21 gefällt und für jeden interessante Themen dabei sind. Haben Sie Freude an der Lektüre! Werden Sie Mitglied unseres Geschichtsvereins, wenn Sie es nicht ohnehin schon sind, und werben Sie neue Mitglieder und Mitarbeiter. Besuchen Sie unser Museum (Sonntags von 10 Uhr bis 12.30 Uhr, im Winter auch am ersten Sonntag im Monat von 16 bis 18 Uhr)! Wir laden Sie ein zu unseren Vorträgen im Barocksaal des Gonsenheimer Renaissance-Rathauses und zu den Führungen und Exkursionen. 

Ihr Dr. Hermann-Dieter Müller (1. Vorsitzender und Schriftleiter)